Tischauslastung berechnen: RevPASH, Tischmix und Zeitslots
Veröffentlicht am: 16.10.2025
Aktualisiert am:
Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt. Redaktionell verantwortlich: Andreas Berghammer.
RevPASH misst den Umsatz pro verfügbarem Sitzplatz und Stunde. Teile dafür den Umsatz einer Serviceperiode durch Sitzplätze mal Öffnungsstunden. Die Kennzahl hilft, Mittag und Abend getrennt zu vergleichen. Mehr verfügbare Kapazität bringt jedoch nur Umsatz, wenn Nachfrage, Küche und Service dazu passen.
Auslastung und Gästezahl durchrechnen
Vergleiche Tischkapazität, Reservierungsrate und Durchschnittsbon für deinen Betrieb.
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RevPASH: Formel und Abgrenzung
RevPASH = Umsatz der Serviceperiode ÷ (verfügbare Sitzplätze × Stunden der Serviceperiode). Verwende für deine Vergleiche konsequent dieselbe Umsatzbasis. In diesem Artikel rechnen wir netto.
Die Kennzahl stammt aus dem Restaurant-Revenue-Management. Eine fachliche Grundlage bietet Sheryl E. Kimes: Restaurant Revenue Management, Cornell University. Unsere Zahlen unten sind eigene Beispiele, keine aus der Studie abgeleiteten Branchenwerte.
Beispiel: 60 nutzbare Sitzplätze, fünf Stunden Abendservice und 3.600 € Nettoumsatz ergeben 300 verfügbare Sitzplatzstunden. 3.600 € ÷ 300 = 12 € RevPASH. Ein abgesperrter, nicht nutzbarer Bereich gehört nicht ohne Kennzeichnung in die Kapazität.
Du möchtest eigene Annahmen durchspielen? Nutze den vorhandenen Tisch-Auslastungs-Rechner. Vergleiche seine Eingaben und Annahmen mit deiner tatsächlichen Serviceperiode.
Auslastung ist eine andere Kennzahl
Zeitgewichtete Sitzauslastung = belegte Sitzplatzstunden ÷ verfügbare Sitzplatzstunden × 100. Eine Momentaufnahme voller Tische reicht dafür nicht. Ein Zweiertisch, der eine Stunde belegt ist, liefert zwei belegte Sitzplatzstunden.
Bei 300 verfügbaren und 180 belegten Sitzplatzstunden beträgt die zeitgewichtete Auslastung 60 %. Für diesen Wert brauchst du tatsächliche Ankunfts- und Endzeiten. Teile den Umsatz bei RevPASH nicht nur durch belegte Plätze: Gerade ungenutzte Kapazität soll sichtbar bleiben.
Bei kurzen Zeitfenstern können Ankunft und Bezahlung in unterschiedliche Intervalle fallen. Lege fest, wie du Umsatz zeitlich zuordnest, und verwende dieselbe Methode. Für den Einstieg sind vollständig abgegrenzte Serviceperioden oft leichter nachvollziehbar als einzelne Viertelstunden.
Tischrotation rechnen, ohne Mehrumsatz zu versprechen
Hypothetisches Beispiel: 20 Zweiertische, 4,5 Stunden Service, 35 € Nettobon pro Gast. Die Zeilen setzen voraus, dass die zusätzliche Belegung tatsächlich zustande kommt.
Durchschnittliche Belegungen je Tisch | Gäste | Nettoumsatz | RevPASH |
|---|---|---|---|
1,0 | 40 | 1.400 € | 7,78 € |
1,5 | 60 | 2.100 € | 11,67 € |
2,0 | 80 | 2.800 € | 15,56 € |
Die verfügbare Kapazität bleibt bei 40 Plätzen × 4,5 Stunden = 180 Sitzplatzstunden. Eine halbe zusätzliche Rotation ergäbe in diesem Beispiel 700 € Mehrumsatz vor zusätzlichen Kosten. Sie erfordert 20 zusätzliche Gäste. Personalaufwand und Wareneinsatz bleiben deshalb nicht automatisch gleich.

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Restaurant-Umsatz steigern: die richtigen Hebel auswählen
Mehr Restaurant-Umsatz entsteht durch mehr Besuche, einen höheren Durchschnittsbon oder besser genutzte Kapazität. Welche Maßnahme passt, hängt von deinem Engpass ab. Prüfe deshalb zuerst Nachfrage, Bon, Wiederkehr und verfügbare Plätze. Dieser Leitfaden hilft dir, einen Hebel auszuwählen und seine Wirkung mit eigenen Zahlen zu prüfen.
Tischmix: Gruppen statt leerer Stühle betrachten
Werte zuerst deine tatsächlichen Gruppengrößen aus. Wenn regelmäßig Zweiergruppen an Vierertischen sitzen, prüfe flexible Tischkombinationen. Es gibt dafür keine pauschal richtige Verteilung. Wege, Zugänglichkeit, Serviceablauf und genehmigte Kapazität begrenzen die Gestaltung.
Wann zwei Reservierungszeitslots sinnvoll sein können
Es gibt nachweisbare Nachfrage für beide Zeitfenster. Ein zweiter Slot allein erzeugt keine Buchungen.
Die übliche Aufenthaltsdauer passt zum Angebot; ein mehrgängiges Menü braucht einen anderen Ablauf als ein kurzer Mittagstisch.
Küche und Service können die Ankünfte bewältigen. Versetzte Startzeiten können sinnvoller sein als ein gleichzeitiger Wechsel aller Tische.
Gäste erfahren die vereinbarte Nutzungsdauer vor der Buchung. Plane einen realistischen Puffer für Abräumen und Neuaufbau.
Beispiel für eine transparente Formulierung: „Wir können euch den Tisch von 18:00 bis 20:00 Uhr anbieten. Passt dieses Zeitfenster für euren Besuch?“ Das ist eine Vorlage für die Kommunikation, keine pauschale rechtliche Vertragsklausel.
Ruhiger Mittag und voller Samstag brauchen verschiedene Maßnahmen
Bei freien Plätzen prüfst du zuerst Nachfrage und Angebot. Dafür hilft der allgemeine Umsatzleitfaden. Bei ausgebuchten Spitzenzeiten untersuchst du dagegen Tischmix, Wartezeiten zwischen Gängen und Übergaben. Gäste schneller zum Gehen zu bewegen ist kein Ersatz für einen guten Ablauf.
Bei Reservierungsausfällen nutze die Erinnerungs- und Absagevorlagen. Für zusätzliche Schichten vergleiche die erwarteten Erlöse mit den vollständigen Personalkosten.
Dein Erfassungsblatt
Je Serviceperiode notieren | Beispiel oder Zweck |
|---|---|
Datum und Besonderheiten | Feiertag, Veranstaltung, Wetter oder geänderte Öffnung |
Nutzbare Plätze und Dauer | 60 Plätze × 5 Stunden = 300 Sitzplatzstunden |
Nettoumsatz und Gäste | Bon und RevPASH aus derselben Periode bilden |
Gruppengrößen und Wartezeiten | Tischmix und Prozessengpässe prüfen |
Absagen und Nichterscheinen | Anzahl und Nenner getrennt festhalten |
Zusatzkosten der Maßnahme | Weitere Schicht, Waren, Werbung und Zahlungsgebühren |
Vergleiche mehrere passende Wochentage miteinander. Es gibt hier keinen belegten allgemeinen „guten RevPASH“ für alle Konzepte. Ein höherer Umsatz pro Platzstunde kann bei höheren Kosten oder schlechterem Gästeerlebnis trotzdem die falsche Entwicklung sein.
Quellen und Aktualisierung
Stand: 26.10.2026. Definition und fachlicher Hintergrund: Cornell University, Restaurant Revenue Management. Alle Rechnungen und Vorlagen sind eigene hypothetische Beispiele. Die bestehenden Rechner können ergänzend genutzt werden; ihre Ergebnisse bleiben Szenarien.

Andreas Berghammer
Gründer & Fullstack Developer
Hinter Chefplatz steht kein gesichtsloses Konzern-Team, sondern Andreas Berghammer. Als erfahrener Unternehmensberater und leidenschaftlicher Software-Entwickler verbindet er zwei Welten, die viel zu selten miteinander sprechen: Strategische Business-Expertise und tiefgreifendes technisches Verständnis. Er entwickelt skalierbare Webanwendungen, die darauf ausgelegt sind, echte Probleme zu lösen.%3Aquality(80)&w=1920&q=75)
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