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Das Digital-Readiness-Modell: Wie Du den Digitalisierungs-Dschungel für Dein Restaurant durchschaust

Veröffentlicht am: 01.02.2026

Die Messe als Spiegel der Branche

Wenn Fachmessen wie die Internorga digitale Anwendungen sichtbar in den Vordergrund rücken, ist das zumindest ein Hinweis darauf, dass das Thema in der Branche hohe Relevanz hat. Wichtig: Aus so einem Eindruck folgt nicht automatisch, welche Lösungen für Deinen Betrieb sinnvoll sind – dafür sind Konzepte, Betriebsgrößen und Prozesse zu unterschiedlich.

Aber hier liegt das Problem: Die meisten Gastronomen stehen vor einem unübersichtlichen Angebot aus vielen Tools, Apps und Systemen. Ohne klares Framework investierst Du entweder in die falschen Lösungen oder – schlimmer noch – in gar keine.

Dieser Guide gibt Dir ein mentales Modell an die Hand, mit dem Du jede digitale Lösung in Sekunden einordnen kannst. Nicht, weil eine Messe es „vorgibt“. Sondern weil Du verstehst, welche Stellschrauben in Deinem Betrieb den größten Hebel haben.

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Disclaimer

> Hinweis: Dieser Artikel ist ein Praxis-Guide/Framework und ersetzt keine individuelle Beratung. Er enthält keine verifizierten Marktstatistiken zur Digitalisierung in der Gastronomie. Alle Rechenbeispiele verwenden hypothetische Annahmen und dienen ausschließlich der Illustration der zugrunde liegenden Logik.

>

> Rechtlicher Hinweis: Begriffe wie DSGVO oder KassenSichV/TSE werden hier nur zur groben Orientierung genannt. Ob und wie Pflichten in Deinem Betrieb gelten und wie Du sie korrekt umsetzt, klärst Du bitte mit Steuerberatung/IT-Dienstleister und ggf. Rechtsberatung.

Die Strategie: Das Digital-Readiness-Modell (DRM)

Warum Du ein Framework brauchst

Stell Dir vor, Du gehst auf eine Messe. Dutzende Anbieter wollen Dir ihre Software verkaufen. Jeder verspricht Effizienzsteigerung, Zeitersparnis, mehr Umsatz. Ohne Filter bist Du verloren.

Das Digital-Readiness-Modell gibt Dir diesen Filter. Es basiert auf einer simplen Erkenntnis:

> Nicht jede digitale Lösung passt zu jeder Betriebsphase.

Ein Single-Betrieb mit überschaubarer Sitzplatzanzahl braucht andere Tools als eine Gruppe mit mehreren Standorten. Ein Fine-Dining-Restaurant hat andere Prioritäten als ein Quick-Service-Konzept.

Die 3 Reifegrade der Digitalisierung

Reifegrad 1: Operational Foundation ("Basis")

Kennzeichen: Du digitalisierst das, was bisher auf Zetteln, in Excel oder im Kopf passierte.

Typische Tools:

  • Digitale Kassensysteme mit Berichtsfunktion

  • Basis-Reservierungssysteme (Online-Buchung)

  • Digitale Schichtplanung statt Papier-Dienstplan

  • Einfache Warenwirtschaft

Die Logik dahinter: Diese Tools ersetzen analoge Prozesse häufig recht direkt. Der Nutzen liegt primär in Fehlerreduktion und Zeitersparnis bei Routinetätigkeiten.

Wann bist Du hier richtig?

  • Dein Kassensystem ist deutlich in die Jahre gekommen

  • Du planst Schichten noch über Chatgruppen oder Papier

  • Du hast keinen sauberen Überblick über Verkaufszahlen nach Tageszeit

Reifegrad 2: Intelligent Operations ("Vernetzung")

Kennzeichen: Deine Systeme "sprechen" miteinander. Daten fließen (teil-)automatisiert.

Typische Tools:

  • Kassen-Integration mit Warenwirtschaft (z.B. automatische Bestandsanpassung je nach Setup)

  • Reservierungssystem mit CRM-Funktion (Gästedaten werden gespeichert – sofern datenschutzkonform)

  • Schichtplanung mit Forecast-/Umsatzdaten-Anbindung (je nach Anbieter/Integration)

  • Automatisierte Erinnerungsnachrichten bei Reservierungen

Die Logik dahinter: Der Nutzen entsteht durch Verknüpfung. Wenn das Kassensystem weiß, was verkauft wurde, und die Warenwirtschaft daraus Bestände und Bestellvorschläge ableiten kann, sinkt manueller Aufwand – und typische Übertragungsfehler werden seltener.

Wann bist Du hier richtig?

  • Du hast bereits digitale Basislösungen, aber sie sind "Inseln"

  • Du gibst Daten mehrfach manuell ein

  • Du ahnst, dass Du Geld verlierst, aber siehst nicht wo

Reifegrad 3: Predictive & Automated ("Intelligenz")

Kennzeichen: Systeme geben Empfehlungen oder automatisieren Entscheidungen auf Basis von Mustern.

Typische Tools (als Möglichkeiten – Verfügbarkeit/Reifegrad hängt stark vom Anbieter und Use Case ab):

  • Prognosen für Einkauf/Personalplanung auf Basis historischer Daten (teils inkl. externer Faktoren wie Wetter – je nach Datenlage)

  • Automatisierte Marketing-Kampagnen basierend auf Gästeverhalten (Opt-in/Datenschutz beachten)

  • Chat- oder Assistenzfunktionen für Reservierungen und FAQs

  • Kapazitäts-/Auslastungssteuerung (z.B. Regeln, Kontingente, Deposits); in manchen Konzepten auch preis- oder paketbasierte Steuerung – nicht branchenweit Standard und stark abhängig vom Restauranttyp

Die Logik dahinter: Diese Tools brauchen Datenqualität und -menge, um zuverlässig zu funktionieren. Ohne saubere Daten aus Reifegrad 1 und 2 bleiben Ergebnisse oft ungenau oder nicht belastbar. Der Nutzen liegt in der Antizipation – Du reagierst weniger und steuerst mehr.

Wann bist Du hier richtig?

  • Du hast mehrere Standorte oder sehr hohe Frequenz

  • Deine Basisdaten sind sauber und historisch verfügbar

  • Du bist bereit, Empfehlungen/Automatisierung kontrolliert zu testen (mit klaren Grenzen)

Deep Dive: Die Logik hinter der Digital-Investition

Das Fundament: Warum "mehr Digitalisierung" keine Strategie ist

Viele Gastronomen fallen in die Shiny-Object-Falle: Sie sehen eine beeindruckende Demo auf einer Messe, kaufen ein Tool – und nutzen einen kleinen Teil der Funktionen. Einige Monate später staubt die Lizenz digital vor sich hin.

Der Fehler liegt nicht zwingend im Tool. Er liegt oft im fehlenden Problem-Tool-Fit.

Die 3-Fragen-Methode vor jeder Digital-Investition

Bevor Du ein einziges Tool evaluierst, beantworte diese Fragen:

Frage 1: Welches konkrete Problem löst es?

Nicht "Effizienz" oder "Digitalisierung". Konkret. Beispiele:

  • "Ich verliere Reservierungen, weil niemand ans Telefon geht in ruhigen Nachmittagszeiten."

  • "Mein Wareneinsatz schwankt ohne erkennbaren Grund."

  • "Meine Mitarbeiter bauen regelmäßig Überstunden auf, weil die Planung zu lange dauert."

Frage 2: Wie messe ich den Erfolg?

Wenn Du den Erfolg nicht messen kannst, kannst Du ihn nicht bewerten. Definiere VOR dem Kauf:

  • Welche Kennzahl verbessert sich?

  • In welchem Zeitraum erwarte ich erste Effekte?

  • Wie isoliere ich den Effekt des Tools von anderen Faktoren?

Frage 3: Was ist der Preis des Nicht-Handelns?

Jede digitale Lösung hat Kosten (Lizenz, Einarbeitung, Integration). Aber das Nicht-Investieren hat auch Kosten. Diese sind nur schwerer sichtbar:

  • Verlorene Reservierungen durch Nicht-Erreichbarkeit

  • Zeitaufwand für manuelle Prozesse

  • Fehlentscheidungen durch fehlende Daten

Rechenbeispiel: Die versteckten Kosten manueller Prozesse

> Rechenbeispiel (hypothetisch, alle Zahlen sind Annahmen zur Illustration):

Angenommen, eine verantwortliche Person verbringt pro Woche mehrere Stunden mit Schichtplanung. Angenommen, ein interner Stundensatz (Brutto inkl. Nebenkosten) liegt im mittleren zweistelligen Euro-Bereich.

Logik der Rechnung:

  • Zeitaufwand pro Woche × Stundensatz = wöchentliche Prozesskosten

  • wöchentliche Prozesskosten × Wochen pro Jahr = jährliche Prozesskosten

Wenn ein digitales Schichtplanungstool monatlich kostet und den Aufwand spürbar reduziert, vergleichst Du:

  • (neuer Zeitaufwand × Stundensatz × Jahr) + Toolkosten

gegen

  • (alter Zeitaufwand × Stundensatz × Jahr)

Wichtig: Diese Rechnung funktioniert nur, wenn:

1. Die Zeitersparnis realistisch ist

2. Die „gesparte Zeit“ tatsächlich produktiv genutzt wird

3. Einmalige Aufwände (Einrichtung, Schulung, Datenpflege) berücksichtigt sind

Die vier Kostenfallen der Digitalisierung

Falle 1: Die Lizenz-Spirale

Viele Tools starten günstig und werden teurer mit Features, Nutzenden oder Transaktionen. Prüfe immer das Preismodell bei Wachstum (mehr Standorte, mehr Buchungen, mehr Terminals).

Falle 2: Die Integrations-Lücke

Das beste Tool ist wertlos, wenn es nicht mit Deinem Kassensystem kommuniziert. Jede manuelle Schnittstelle frisst Effizienzgewinne auf.

Falle 3: Der Schulungs-Overhead

Komplexe Tools brauchen Einarbeitung. Rechne mit spürbarem Zeitaufwand für Training und einer Lernkurve.

Falle 4: Der Vendor-Lock-in

Wenn Deine Gästedaten nur im System eines Anbieters liegen, bist Du abhängig. Prüfe immer: Kann ich meine Daten exportieren? In welchem Format? Zu welchen Bedingungen?

Die mentale Landkarte: Welches Tool gehört wohin?

Kategorie A: Revenue-Generatoren

Diese Tools können direkt Umsatz steigern oder Umsatzverluste reduzieren.

  • Verlorene Reservierungen: Tool-Kategorie: Online-Booking, Reifegrad: 1

  • No-Shows: Tool-Kategorie: Erinnerungs-/Anzahlungssystem (je nach Konzept), Reifegrad: 1-2

  • Unterausgelastete Zeiten: Tool-Kategorie: Auslastungssteuerung (Regeln, Kontingente, Angebots-/Paketlogik; ggf. fortgeschrittene Steuerung je nach Anbieter), Reifegrad: 2-3

  • Wenig Stammgäste: Tool-Kategorie: CRM mit Automatisierung (datenschutzkonform), Reifegrad: 2

  • Schlechte Auffindbarkeit: Tool-Kategorie: Google-Business-Optimierung, Reifegrad: 1

Kategorie B: Cost-Reducer

Diese Tools können variable oder fixe Kosten senken.

  • Hoher Wareneinsatz: Tool-Kategorie: Digitale Warenwirtschaft, Reifegrad: 1-2

  • Überbesetzung: Tool-Kategorie: Schichtplanung mit Forecast (je nach Daten/Integration), Reifegrad: 2

  • Energieverschwendung: Tool-Kategorie: Monitoring/Smart-Metering (je nach Gebäude/Setup), Reifegrad: 2-3

  • Fehlerhafte Bestellungen: Tool-Kategorie: Self-Ordering-System (abhängig vom Servicekonzept), Reifegrad: 1-2

Kategorie C: Compliance-Sicherer

Diese Tools können helfen, Risiken zu reduzieren. Sie ersetzen keine rechtliche Prüfung.

  • Kassensicherheit (KassenSichV): Tool-Kategorie: TSE-fähiges Kassensystem (Umsetzung/Anforderungen mit Steuerberatung klären), Reifegrad: 1

  • Arbeitszeitdokumentation: Tool-Kategorie: Digitale Zeiterfassung (Regeln je nach Betrieb/Arbeitsrecht prüfen), Reifegrad: 1

  • DSGVO bei Gästedaten: Tool-Kategorie: Datenschutz-konformes CRM (Rechtsgrundlage, Auftragsverarbeitung, Löschkonzept etc. beachten), Reifegrad: 1-2

  • Allergenkennzeichnung: Tool-Kategorie: Digitale Speisekarte/Allergenverwaltung (Richtigkeit bleibt Betreiberpflicht), Reifegrad: 1

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Das Resilienz-Dreieck: Wie du deinen Gastro-Betrieb krisenfest und zukunftssicher aufstellst

Die Gastronomie steht vor einem Paradigmenwechsel: Wer heute nicht in Krisenresilienz investiert, kämpft morgen ums Überleben. Doch Automatisierung ist kein Selbstzweck – sie ist ein strategisches Werkzeug, um Arbeitsplätze attraktiver zu machen, Teams zu stabilisieren und die Versorgungssicherheit zu erhöhen. Dieser Guide zeigt dir ein praxiserprobtes Framework, mit dem du deinen Betrieb systematisch zukunftsfest machst – unabhängig von deiner Betriebsgröße.

Taktik: Dein Digital-Audit in 30 Minuten

Die Vorarbeit (5 Minuten)

Nimm ein leeres Blatt. Teile es in drei Spalten:

  • NERVT (Prozesse, die Dich oder Dein Team regelmäßig frustrieren)

  • DAUERT (Aufgaben, die unverhältnismäßig viel Zeit fressen)

  • FEHLT (Informationen, die Du für Entscheidungen bräuchtest, aber nicht hast)

Checkliste: Status-Quo-Analyse

Bereich Reservierung:

  • [ ] Kann man bei uns 24/7 online reservieren?

  • [ ] Erhalten Gäste automatische Erinnerungen?

  • [ ] Werden No-Shows dokumentiert?

  • [ ] Haben wir Zugriff auf historische Reservierungsdaten?

  • [ ] Können wir Stammgäste identifizieren?

Bereich Kasse & Verkauf:

  • [ ] Sehe ich Verkaufszahlen nach Produkt, Tag und Uhrzeit?

  • [ ] Kann ich Aktionen auswerten (Tages-Specials, etc.)?

  • [ ] Ist mein Kassensystem KassenSichV-konform (TSE)?

  • [ ] Exportiere ich Daten automatisiert an meinen Steuerberater (wenn gewünscht/erforderlich)?

Bereich Personal:

  • [ ] Plane ich Schichten digital (nicht per WhatsApp)?

  • [ ] Werden Arbeitszeiten digital erfasst?

  • [ ] Berücksichtigt meine Planung Prognosen (wenn verfügbar)?

  • [ ] Können Mitarbeiter Schichten selbstständig tauschen?

Bereich Warenwirtschaft:

  • [ ] Kenne ich meinen Wareneinsatz pro Gericht?

  • [ ] Wird der Warenbestand automatisiert aktualisiert bei Verkauf (wenn integriert)?

  • [ ] Werde ich bei kritischen Mindestbeständen informiert?

  • [ ] Kann ich Lieferantenpreise vergleichen?

Bereich Marketing & Gästekommunikation:

  • [ ] Ist unser Google-Business-Profil vollständig und aktuell?

  • [ ] Reagieren wir systematisch auf Bewertungen?

  • [ ] Sammeln wir Gästedaten (E-Mail, Präferenzen) auf sauberer Rechtsgrundlage?

  • [ ] Versenden wir regelmäßig relevante Informationen an Gäste?

Auswertung: Deine Prioritäten-Matrix

Zähle die "Nein"-Antworten pro Bereich:

  • Reservierung: 0-1 Nein: ✅ Solide, 2-3 Nein: ⚠️ Quick Wins, 4+ Nein: 🚨 Priorität

  • Kasse: 0-1 Nein: ✅ Solide, 2-3 Nein: ⚠️ Quick Wins, 4+ Nein: 🚨 Priorität

  • Personal: 0-1 Nein: ✅ Solide, 2-3 Nein: ⚠️ Quick Wins, 4+ Nein: 🚨 Priorität

  • Warenwirtschaft: 0-1 Nein: ✅ Solide, 2-3 Nein: ⚠️ Quick Wins, 4+ Nein: 🚨 Priorität

  • Marketing: 0-1 Nein: ✅ Solide, 2-3 Nein: ⚠️ Quick Wins, 4+ Nein: 🚨 Priorität

Dein nächster Schritt: Fokussiere Dich auf maximal EINEN 🚨-Bereich. Nicht auf alle gleichzeitig.

Die Messe-Strategie: So nutzt Du Fachmessen richtig

Vor der Messe

1. Definiere Dein Problem – nicht "ich will mich informieren"

2. Recherchiere Aussteller – Wer löst genau dieses Problem?

3. Bereite Fragen vor – Die gleichen für jeden Anbieter (Vergleichbarkeit)

Auf der Messe

Fragen, die Du JEDEM Anbieter stellen solltest:

  • "Welches konkrete Problem löst Ihre Lösung?"

  • "Wie sieht das Preismodell aus, wenn ich wachse?"

  • "Mit welchen anderen Systemen integriert sich das (und wie tief)?"

  • "Kann ich meine Daten jederzeit vollständig exportieren?"

  • "Wie lange dauert die Einführung realistisch – und was muss ich intern dafür leisten?"

  • "Kann ich mit Referenzkunden in meiner Größenordnung sprechen?"

Nach der Messe

  • 48-Stunden-Regel: Alles, was Du nach 48 Stunden nicht mehr weißt, war nicht relevant

  • Pilot vor Commitment: Fordere immer eine Testphase mit echten Daten

  • One-in-one-out: Führe kein neues Tool ein, ohne ein altes zu ersetzen oder sauber zu integrieren

Der Realitäts-Check: Wann Digitalisierung NICHT die Antwort ist

5 Situationen, in denen Du den Laptop zuklappen solltest

1. Das Problem ist unklar – Kein Tool löst "wir müssen irgendwie moderner werden"

2. Das Team ist nicht bereit – Die beste Software bringt nichts, wenn niemand sie nutzt

3. Die Grundlagen fehlen – Erst Prozesse klären, dann digitalisieren. Chaos digitalisiert = schnelleres Chaos

4. Die Marge gibt es nicht her – Investitionen brauchen Puffer. Im Überlebensmodus ist Tool-Shopping gefährlich

5. Der persönliche Kontakt ist Dein USP – Manche Gäste kommen WEIL es keinen QR-Code auf dem Tisch gibt

Zusammenfassung: Das Digital-Readiness-Modell auf einen Blick

┌─────────────────────────────────────────────────────────┐
│                    REIFEGRAD 3                          │
│              Predictive & Automated                     │
│   (Prognosen, Assistenzfunktionen, Automatisierung)      │
│                    ▲                                    │
│                    │ Braucht Datenqualität/-menge        │
├─────────────────────────────────────────────────────────┤
│                    REIFEGRAD 2                          │
│              Intelligent Operations                     │
│         (Vernetzte Systeme, Automatisierung)            │
│                    ▲                                    │
│                    │ Braucht saubere Basisdaten         │
├─────────────────────────────────────────────────────────┤
│                    REIFEGRAD 1                          │
│              Operational Foundation                     │
│         (Digitale Kasse, Reservierung, Planung)         │
└─────────────────────────────────────────────────────────┘

Dein Mantra: Erst Basis. Dann Vernetzung. Dann Intelligenz. Nicht umgekehrt.

Ausblick: Die drei Trends, die bleiben

Unabhängig von Messe-Hypes gibt es Entwicklungen, die sich verfestigen werden:

1. Integration wird Standard – Insellösungen werden unattraktiver. Systeme, die nicht kommunizieren (oder nur mit hohem manuellem Aufwand), werden es schwerer haben.

2. Gästedaten werden wichtiger – Wer seine Gäste kennt, kann besser personalisieren. Wer nicht, konkurriert stärker über Lage, Angebot und Preis. (Datenschutz und Einwilligungen sind dabei kein „Add-on“, sondern Voraussetzung.)

3. Automatisierung wird stärker erwartet – Nicht von Dir, sondern von Deinen Gästen. Online-Reservierung ist in vielen Segmenten eher Hygienefaktor als Innovation.

Die Frage ist nicht, OB Du digitalisierst. Die Frage ist, ob Du es mit System machst – oder dem Zufall überlässt.